Freitag, 2. November 2012

Ein etwas anderer Geburtstag

Kia ora!
Heute steigen wir mal ohne großes rumgelaber direkt ein - in medias res! (wie der Franzose so schön sagt)
Dass unser halber Abiturjahrgang sich in Neuseeland tummeln wird, wussten wir ja schon recht früh. Dass wir jedoch auch alle treffen werden, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Nun schauts aber fast so aus, als ob wir die "Liste" voll bekämen, denn am Montag durften wir uns über hohen Besuch freuen:) Hannah und ihre Freundin Alex, die gerade durch die Nordinsel touren, kamen uns auf unserem idyllischen Campingplatz besuchen. Während wir Jungs eine überwältigende Gemüse-Würstchen-Reis Pfanne zauberten, machten sich die Mädels auf den Weg, ein aufheiterndes Getränk zu besorgen - Mission gescheitert! Die Preise für alkoholische Getränke sind hier wirklich hoch(prozentig). So mussten wir uns mit einem 22  Euro (was billigeres gabs nicht!!!) Uso begnügen, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis uns jedoch nicht zufrieden stellen konnte. Dennoch hatten wir einen lustigen Abend!
Nach der obligatorischen morgendlichen Arbeit, ging es dann ab zum "long beach". Dabei hat sich herausgestellt, dass der "long beach walk" nicht der walk zum long beach war, sondern viel mehr ein "long walk" zum "beach" (comprendes?!).




Um den Donnerstag (Jos Geburtstag) freizubekommen, mussten wir am Mittwoch fleißig sein und uns 5 volle, harte Stunden unserer überaus spaßresistenten Domina-Chefin aussetzen. Eine Tonne Unkraut und 10 Festmeter Holz später, waren wir erlöst und konnten uns auf den nächsten Tag freuen.
Früh morgens ging es dann mit dem Bus ab in Richtung Cape Reinga (nördlichster Punkt Neuseelands) los. Am Cape Reinga treffen zwei verschiedene Wassermassen aufeinander: der Pazifischer Ozean im Osten und dieTasmansee im Westen. Dieses Aufeinanderprallen hatten wir uns eher als ein großes, aufregendes Naturspektakel vorgestellt. Wie man auf dem Bild erkennt, ist der Übergang jedoch nicht durch hohe Wellen gekennzeichnet, sondern eher unspektakulär.

 
 Der restliche Ausblick auf kleine Inseln und die unendliche Weite des Meeres waren dagegen doch sehr eindrucksvoll!
Wem die kurze Hose in Kombination mit Schal und Softshelljacke auffällt, dem sei erklärt, dass wir morgens bei der Kleiderwahl auf "Sommer, Sonne, Sonnenschein" gehofft hatten, jedoch nur "Wolken, Wind und Wischi-Waschi-Wetter" vorfanden, also gar nicht mal so ein feierliches Wetter!

 

Nach dem eher enttäuschenden Geburtstagspicknick - weder Schwarzwälderkirschtorte noch Donaewelle :( - fuhren wir weiter zu den im Hintergrund sichtbaren Sanddünen.

Wer immer gedacht hat, man kann nur schneebedeckte Hügel hinunterbrettern, den müssen wir nun enttäuschen: Wir stürzten wagemutig, nur mit einem Boggy-Board bewaffnet, steilste Sanddünen hinunter - mit Erfolg. Trotz Jos überaus gut entwickelter Grobmotorik und den damit verbundenen Bedenken, schnell vom Board zu fallen,  haben wir beide das Sandboarden heil überstanden.


Wir hatten, wie man in Jos Gesichtsausdruck erkennen kann, viel Spaß dabei! Es war wirklich abgefahren! :)


 
Nach dem Sandboarden ging es dann wieder zurück Richtung Russell. Allerdings nicht wie gewohnt, auf Straßen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes "offroad", direkt am Meer, auf dem Sand!Ähnlich wie in romatischen Schnulzen, in denen Pferde direkt am Wasser gallopieren, fühlten wir uns in unserem Reisebus.
Da unsere Sprinter-Qualitäten, trotz intensiven Trainings, noch nicht ausreichen um der Geschwindigkeit des Busses Schritt zu halten, konnten wir leider kein Bild "während der Fahrt" schießen, jedoch könnt ihr es euch bestimmt auch anhand unseres "Stand-bildes" bestimmt gut vorstellen ;)
 

Obwohl wir einen schönen Tag hatten, war es schon komisch, den Geburtstag so weit weg von zu Hause und nur zu zweit zu feiern. Wie heißt es doch so passend: "Jede Medaille hat zwei Seiten".

Wir sind nun auch ganz froh, dass sich unsere Zeit auf dem Camping-Platz dem Ende zuneigt und wir bald neues in Angriff nehmen können: Am Dienstag geht es weiter für zwei Tage nach Paihia, dann eine Nacht nach Whangarei und dann nach Tauranga in ein Working Hostel, wo wir hoffentlich unsere erste bezahlte Arbeit finden können.

Bis bald,
Jo&Jul
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Wer aus unserem vorletzten Post neugierig geworden ist, bezüglich unseres Kochbuches „Food goes Crazy with J&J“, der muss nun nicht länger nach einer Fortsetzung hungern (hier muss über den raffinierten Wortwitz gelacht werden :D). Hier eine vorläufige Inhaltsangabe – oftmals mehr Schein als Sein, daher die Realität in Klammern:

 - grüner Blattsalat an einem Essig-Öl-Vinaigrette mit bunten Paprikawürfeln und feiner Thuna, dazu fluffiges Schwarzbrot (Dosenthunfisch, Paprika und im Hostel herumstehender Thai-Essig mit Salat in eine Schüssel geschmissen)
 - geröstete Penne mit selbstgemachten Croutons und einer Kräutervariation (Resteverwertung: Nudeln und Toast mit wild im Garten wuchernder Petersilie)
 - frischer Fisch eingebettet in luftigem Vollkornweißbrot, dazu Scheiben einer Wurzel aus der Familie der Dolbenblütler und Tomatenecken (Sandwich mit frisch aufgetauten Fischstäbchen, Karotten und Tomaten)
 - leicht in Milch aufgekochte Haferflocken mit Zucker und Multifruchtgebêes abgeschmeckt und mit Schokoweizenflocken verfeinert (Das billigste und beste Frühstück! Haferflocken mit Marmelade)
 - Toast Kikeriki (Eigenkreation und Zutaten geheim)
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Kommentare:

  1. Heißer Tipp aus der Hostelküche: Ein arrangement von Protein and Protein: Rührei, baked Beans an Toast ;) Guten Appetit und bis bald!
    Frauke

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  2. Danke Frauke, das hatten wir auch schon ;)

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