Samstag, 6. April 2013

Australia here we come!

Kurz gesagt war die zweite Wwoofing-Woche genau so cool wie die erste: Abwechslungsreiche Arbeit, gutes Essen und viel Spaß! Zur optischen Untermalung hier noch ein paar Bilder von uns fleißigen Jungs:





Am Dienstag haben wir unsere Farm schweren Herzens verlassen und haben uns auf den Weg nach Kaikoura gemacht. Das Städtchen das auf der Westseite von Bergen und auf der Ostseite von Wasser  umgeben ist, zeichnet sich besonders durch seine maritime Fauna aus.
Glücklicherweise hat uns unser Hostel Fahrräder vermietet und so konnten wir in nur 15 Minuten zu einer Robbenkolonie radeln. Dort faulenzten tatsächlich dutzende Robben an Land und ließen sich von uns kaum stören. Scheinbar sind Robben noch fauler als wir
:)
Es war wirklich besonders so hautnah an Tieren zu sein, die man eigentlich nur auf „National Geographic“ im Fernsehen beobachten kann.  Als Jo sich zu hautnah herangewagt hatte, wurden wir sogar Zeugen eines kleinen Revierkampfes, bei dem klügere Nachgab und die Robbe daher nicht mehr machen musste, als sich aufzubäumen und zähnefletschend herumzubrüllen, um ihren Platz an der Sonne zu verteidigen.

 

Robbenkolonie



 Revierkampf


Nicht nur Robben wollten wir sehen; unser Hauptziel waren die Wale, die im Unterwassercanyon vor Kaikoura nach Nahrung suchen und daher häufig zu beobachten sind. Mit einer kommerziellen Tour ging es dann mit einem größeren Motorboot hinaus aufs offene und wellenreiche Meer. Den Hinweis, man solle mit Seekrankheit rechnen, haben wir erst einmal nicht ernst genommen und als Pauschalwarnung abgetan. Daher hielten wir die hochangepriesenen Pillen gegen Übelkeit nicht für nötig. Nach etwa 2 Stunden Wellengang entpuppte sich dies allerdings als fahrlässigen Fehler :)
Wie etwa der Hälfte der Passagiere an Bort, wurde uns mit der Zeit etwas mulmig – um nicht zu sagen kotzübel
:)
Zu allem Überdruss haben sich die erhofften Wale dann auch noch versteckt und so machten wir uns ohne Wale gesehen zu haben auf den Rückweg. Als kleine Entschädigung konnten wir auf dem Rückweg noch viele Delphine sehen, die um unser Boot herumschwammen und immer wieder aus dem Wasser sprangen. Außerdem bekamen wir einen Großteil des bezahlten Geldes wieder zurück, als wir mit wackeligen Beinen wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

 
 



  






Gestern Abend fanden wir uns dann noch einem mittelgroßen Drama ausgesetzt. Unsere, wie immer ganz normal und korrekt gebuchten, Bustickets wurden nicht anerkannt und die Busfahrerin hatte sich geweigert uns mitzunehmen oder wenigstens mit irgendeiner Art von Hilfe zu unterstützen. Nach langer Diskussion hat sie sich dann doch – dank eines Bestechungsgeldes von etwa 35 Euro – dazu entschlossen uns mitzunehmen.
So lief alles gut, unsere Sachen sind gepackt, wir sind schon online eingecheckt und das australische Visum liegt bereit. Jetzt haben wir noch eine Stunde, bis unser Busshuttle zum Flughafen fährt und wir erst nach Sydney und von dort direkt nach Brisbane fliegen.
Von dort werden wir dann die kommenden acht Tage einen Teil der Ostküste bis nach Sydney mit dem Bus fahren und dabei an verschiedenen Orten wie „Surfers Paradise“ oder „Port Marcquerie“ aussteigen und ein oder zwei Nächte bleiben.
Dann kommen wir hoffentlich gut in Sydney an und treten heil und gesund die Heimreise an.  Außer wir sterben bis dahin an einer der fünf Dinge, die uns wahrscheinlich umbringen könnten. Hier eine kleine Liste, nach Gefährlichkeitsgrad sortiert:
Auf Platz 5: Ein weißer Hai beim Surfen
Auf Platz 4: Ein Erdbeben der Stärke 7
Auf dem Podium: Die giftigste Schlange der Welt – der „Inland Teipan“, dessen Gift ausreichen würde, um 250 Menschen zu töten – mit einem Biss!
Auf Platz 2: Eine der zahlreichen Giftspinnen, die in unserem Schuh übernachtet hat
Und der Gewinner: Die Freunde der Surfermädchen, denen wir hinterher schauen

Wahrscheinlich aber doch bis bald :)
Wir freuen uns schon auf daheim!

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